aracanga Ahoi

Herzlich willkommen auf unserer Seite ahoi.blog. Hier wollen wir in Zukunft von Reisen übers Meer und fernen Zielen hinterm Horizont berichten, von Südseeatollen und vom Passatsegeln.

Halt, Stopp! So schnell geht das leider nicht. Bis es soweit ist werden wir erstmal von unzähligen Vorbereitungen, vom Herrichten und Ausrüsten, vom Basteln, Arbeiten, Schleifen und Lackieren berichten. Vielleicht interessiert das ja den Ein oder Anderen.

Aber während hier so langsam der Herbst beginnt kann man ja schon einmal anfangen zu träumen, die Seekarten von unterm Bett hochkramen und mit dem Finger auf der karte überlegen, wo denn die Reise dieses mal hin gehen soll und wo wir in zwei jahren vielleicht sein werden…

Aber wer ist eigentlich „wir“? Das ist erstmal unser schwimmendes Zuhause, die aracanga. Der Name kommt vom roten Ara, den wir unterwegs hoffentlich irgendwo zu Gesicht bekommen werden und der in Form eines Plüschtieres das Maskottchen meiner letzten Weltumsegelung war und natürlich auch auf dieser Reise dabei ist. Und dann sind wir Riki (Friederike) und ich (Martin). Wir wohnen in Windach in der Nähe vom Ammersee und verbringen dort auch viel Zeit beim Segeln, bevor es dann auf die große Reise und über die Weltmeere geht. Der Plan ist, so in knapp zwei Jahren abzulegen und dann mehrere Jahre unterwegs zu sein.

Aber ganz von vorne: Wir beide sind begeisterte Segler. Wir haben uns 2009 beim Segeln am Bodensee kennengelernt, als wir beide ein Jugendsegellager betreut haben. Erstmal haben wir uns aber wieder etwas aus den Augen verloren, aber seit Anfang diesen Jahres trifft man uns meist im Doppelpack, ob im Winter auf dem Snowboard oder im Sommer auf dem Wasser. Riki hat einen wunderschönen Holz-Korsar am Bodensee und ich einen kleinen Kajütkreuzer am Ammersee. Das sind zwar beides schöne Boote, aber für eine richtig lange Tour und zum darauf leben beide nicht wirklich geeignet. Auf meiner Neptun kann man ein paar Tage Urlaub machen, aber ob sie den Wellen des Atlantik standhält, das möchte ich nicht wirklich ausprobieren. Und Rikis Korsar ist eher was zum sportlichen segeln. Schnell war uns also klar, dass wir ein größeres und hochseetüchtiges Boot brauchen, denn immer öfter in letzter Zeit drehten sich die Gespräche um das große Thema Weltumsegelung. So was um die 9 Meter bzw. 30 Fuß haben wir uns vorgestellt. Denn bei dieser Bootsgröße sind sowohl die Anschaffungs- als auch die laufenden Kosten überschaubar und es ist groß und sicher genug, um auch längere Zeit darauf zu leben.

Nachdem wir über Monate das Internet durchforstet haben und uns schon zwei Schiffe vor der Nase weggeschnappt wurden, sind wir im August auf eine Anzeige über eine „Ra Pegasus“ am Bodensee gestoßen. „Ra Pegasus“, hä, was ist das? Nie gehört! Ein Schiffstyp, der uns so ganz und gar nichts gesagt hat, aber die Bilder und die Anzeige sahen gar nicht schlecht aus. Etwas Recherche hat ergeben, dass eine Werft namens „Plasto“ bis in die 80er Jahre Boote in Ostrach in der Nähe vom Bodensee gebaut hat, darunter auch den Typ „Ra Pegasus“. Viel hat das Internet über die Werft und den Schiffstyp zwar nicht gewusst, aber das bisschen, das wir gefunden haben, klang zumindest so, dass es eine Besichtigung auf jeden Fall wert ist. Von Windach nach Langenargen ist es auch nur eine gute Stunde. Also ab an den Bodensee, wo wir uns mit Micha und Birgit, den Verkäufern des Schiffs, getroffen haben. Die Beiden waren super sympatisch und wir haben gemeinsam eine Stunde lang das Boot von außen und innen, oben und unten, hinten und vorne begutachtet. Ehrlich gesagt war uns schon nach wenigen Minuten klar, dass das Schiff wie für uns gemacht ist, aber so ganz wollten wir uns das zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingestehen. Doch schon auf der Rückfahrt haben wir das Boot in Gedanken eingerichtet und ausgerüstet und wahrscheinlich auch schon abgelegt. Zwei Tage später sind wir nochmal hin, um einige offene Fragen zu klären. Nachdem wir dann drei Stunden durchs Schiff geturnt sind, jedes Schapp geöffnet und jedes Bodenbrett angehoben haben, war uns klar, was wir insgeheim sowieso schon gewusst haben: Das ist unser Boot! Und der Preis war auch mehr als in Ordnung: 8.000 Euro, da wollten wir nicht einmal mehr handeln. Zwei Wochen später, nachdem Micha und Birgit aus ihrem Urlaub zurück waren, wurde der Kaufvertrag zu unterschreiben und das Boot gezahlt. Somit sind wir seit dem 10. September 2016 stolze Eigentümer einer schönen, kleinen Segelyacht. Und jetzt fängt die Arbeit an.

Soweit für´s Erste. Schön, dass Ihr uns auf unserer Reise begleitet. Und auch wenn es noch ein weiter Weg ist, bis wir die Leinen loswerfen werden, so geht die Reise doch hier los. Noch sind wir zwar nicht unterwegs, aber allein am Boot zu arbeiten fühlt sich schon etwas nach dem ersten Schritt zum großen Abenteuer an. Hier fängt die Geschichte an.
In diesem Sinne:

aracanga Ahoi,

Riki und Martin

Und hier die Bilder, wie sie im Internet in der Anzeige standen: Sieht gut aus, oder?

Ein Kommentar

  1. Pingback:Der Countdown zur Weltumsegelung läuft - ahoi.blog

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