Cartagena

Genau eine Woche waren wir jetzt hier in Cartagena, heute geht es weiter in Richtung Gibraltar. Cartagena ist unser erster „Fahrtenseglertreff“ auf dem Weg, man trifft Segler aus ganz Europa und der ganzen Welt, teils mit Kurs in Richtung Westen und teils, um hier im milden Klima zu überwintern.
Mittlerweile ist es Mitte September und es ist so langsam an der Zeit, dem Herbst mit seinen Winden zu entfliehen und in Richtung Atlantik zu segeln. Wir haben es noch nicht eilig, aber bevor das Wetter ungemütlich wird möchten wir gerne durch die Straße von Gibraltar sein. Gestern vor acht Jahren bin ich zu meiner ersten Weltumsegelung in Kiel aufgebrochen, da hatten wir es schon eher eilig, nach Süden zu kommen…

Mit neuen Seglerfreunden sind wir hier durch Cartagena gestreift und haben das mediterrane Stadtleben genossen. Vom Hafen ins Zentrum sind es keine fünf Minuten, die Stadt ist wirklich sehr schön und ein Bier mit einer Tapas dazu kostet zwei Euro, ein Cappuccino 1,50. Was will man mehr? An vielen Häusern sieht man, dass die alten Fassaden mit großem Aufwand erhalten werden und dahinter Wand an Wand neue Häuser entstehen. Die Mischung aus richtig alten, langsam verfallenenden Fassaden, neu renovierten Häuserfronten und der ein oder anderen Bausünde mit gut gemachten Graffitis dazwischen gibt Cartagena einen tollen Charme. Genau nebenan findet man die römischen Ausgrabungen, ein beeindruckendes, altes Theater, für dessen Freilegung einige Häuserblocks abgerissen werden mussten. Cartagena war seit jeher ein wichtiges Zentrum der seefahrenden Mittelmeervölker.

Ein allgegenwärtiges Thema, wie immer unter Seglern, ist das Wetter. Wann ist das beste Wetter um weiter zu segeln? Eigentlich wollten wir, genau wie die meisten anderen hier, nur zwei, drei Nächte bleiben. Aber der Wind, das Wetter und vor allem die vielen Gewitter jeden Abend haben uns dazu bewogen, etwas länger zu bleiben. Heute sieht die Wetterprognose gut aus, kaum Gewitter und ca. 15 – 20 Knoten Wind aus Ost bis Nordost, dazu wenig Welle. Am nächsten Kap kurz vor Almeria wird es noch einmal windig werden und sobald wir im Alboran (westlichster Teil des Mittelmeeres) sind, soll es dann deutlich ruhiger werden. Mal sehen, ob die Wetterpropheten diesmal recht haben. Der Plan ist, bis nach Gibraltar in einem Rutsch durch zu segeln, sollte es aber doch ungemütlich werden, laden einige Ankerbuchten und Häfen auf dem Weg zu einem Zwischenstopp ein. Und noch ein Tipp für alle, die auch hier segeln möchten: Der Cruising Guide von Imray „Mediterranean Spain“ ist Gold wert!

Viele Grüße von Bord senden die „aracangas“

 

 

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