Graciosa und Lanzarote

Seit elf Tagen sind wir mittlerweile auf den Kanaren und haben bisher Graciosa und Lanzarote besucht. Mittlerweile liegen wir in der Marina Rubicon in Playa Blanca ganz im Süden von Lanzarote. 

Graciosa

Auf der Insel Graciosa waren wir vier Nächte und hätten es auch gut und gerne noch länger dort ausgehalten. Die Insel ist Naturschutzgebiet, karg und vulkanisch, so gut wie gar nicht bewachsen und fühlt sich an wie eine andere Welt. Drei Vulkankegel beherrschen das Bild der Insel, der Rest ist flach und sandig. Neben einer kleinen Ortschaft mit kleinem Hafen gibt es drei wunderschöne Ankerbuchten mit türkis-blauem Wasser und weißen Sandstränden. Wir haben in der mittleren und geschütztesten der drei Buchten auf ca. fünf Meter Wassertiefe geankert. Da für die darauffolgenden Tage viel Wind vorhergesagt war, haben sich die meisten anderen Boote in Häfen verzogen und wir haben uns die Bucht nur mit wenigen Anderen teilen müssen. Zusammen mit den Streunern, die direkt neben uns vor Anker lagen, haben wir die Insel erkundet, sind auf den Vulkan direkt am Ankerplatz gestiegen und haben nicht viel mehr gemacht, als in den Tag gelebt und die Ruhe und Abgeschiedenheit genossen. Mit unseren kleinen Booten haben wir uns ganz ins Innere der Bucht verzogen und während die größeren Boote weiter draußen am Anker durchgeschüttelt wurden sind wir ruhig und sicher bei bis zu 30 Knoten Wind vor Anker gehangen. 

Motorwartung kopfüber

Graciosa und Lanzarote sind nur durch eine flache, schmale Durchfahrt voneinander getrennt. Genau wie Graciosa ist die große Nachbarinsel vulkanisch, karg und kaum bewachsen. Die Insel sieht aus wie eine Mondlandschaft mitten im Meer, Ortschaften mit weißen, kleinen Häusern bilden einen krassen Gegensatz zu den gewaltigen, schwarzen Felsen und Vulkanen. Von See aus hat man den Eindruck, sich in einer schön arrangierten Modelleisenbahnwelt zu bewegen. Von Graciosa aus sind wir in zwei Tagestörns nach Playa Blanca ganz im Süden von Lanzarote gesegelt. Eine Nacht waren wir vor Anker in der Inselhauptstadt Arrecive. Die Ankerbucht dort ist allerdings sehr steinig und bietet somit nur schlechten Halt, daher sind wir gleich am nächsten Tag weiter in den Süden der Insel gesegelt.

Hier in Playa Blanca nutzen wir die gute Infrastruktur, um das Boot für die Weiterfahrt entlang der afrikanischen Küste fit zu machen. Die Länder Senegal, Gambia und Kapverden stehen als nächste Ziele auf dem Programm und wir gehen nicht davon aus, dass wir dort gute Versorgungsmöglichkeiten an Ersatzteilen vorfinden, daher möchten wir unsere To-Do-Liste vorher soweit wie möglich abarbeiten.

Einmal Wasserpass säubern, bitte!

Auf der Arbeitsliste für die Kanarischen Inseln steht unter Anderem: Luk abdichten (erledigt), Wassertank sichern (erledigt), Motorwartung (erledigt), Winschen warten (erledigt), 12-V-Buchse unter der Sprayhood einbauen (erledigt), Wasserpass säubern (erledigt), Wetterberichte über Satphone einrichten (noch offen), Riggcheck (noch offen) und noch ein paar andere Kleinigkeiten.

Außerdem warten wir auf ein Paket aus Deutschland mit dem Austauschgerät für unser defektes AIS, das gerade irgendwo in Spanien im Zoll hängt. Gestern sind wir von der Ankerbucht in den Hafen umgezogen, da das Paket hier her geschickt wird. Wahrscheinlich werden wir noch eine oder zwei Nächte in der Marina bleiben müssen bis das Paket ankommt. Der spanische Zoll möchte eine hiesige Steuernummer von uns haben da er wohl überlesen hat, dass in der Adresse ganz fett „in transit“ steht… Warten wir mal ab. Nachdem wir heute in der Früh mit dem Paketdienstleister telefoniert haben sind wir ganz guter Dinge, das wir das Päckchen auch ohne Resident-Status in Spanien bald bekommen werden und vielleicht kommt es ja morgen als Geburtstagsgeschenk an.

Neben uns liegen Karin und Andre mit ihrem Streuner, die Zwei haben auch einige Punkte auf ihrer Arbeitsliste abzuarbeiten. Zusammen mit den Beiden möchten wir noch eine oder zwei weitere Kanarische Inseln besuchen, danach müssen wir mal sehen wie die weiteren Pläne aussehen, ob sich unsere Wege erstmal trennen oder ob es eventuell gemeinsam in Richtung Afrika geht. 

Liebe Grüße aus Playa Blanca,

Riki und Martin


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7 Kommentare

  1. Christl Stallknecht

    Hach ihr lieben Wasserratten, ich freue mich jedesmal wenn ich von euch hören kann das es euch gut geht😁
    Ja Lanzarote mag ich auch sehr gerne aber im Januar sind wir auf Teneriffa und dort feiern wir unsere Goldene Hochzeit 😁❤️
    Hoffe das das WETTER es gut mit uns meint und die Sonne mit uns strahlt…weiterhin gute Fahrt und viele Grüße aus Landsberg😉
    Ich kann von unserem Balkon nach Pitzling rüber schauen🤗

  2. Hartmut Klarmann

    lt. Vessel Finder seid Ihr immer noch in Rabatt, wird der nicht automatisch aktualisiert, wenn Ihr woanders ankommt

    • Ja, sobald unser neues AIS hier ankommt und eingebaut ist funktioniert es wieder. Das AIS ist in dem Paket auf das wir aktuell warten… LG Martin

  3. Happy Birthday Martin

  4. Endlich 34. Good luck!

  5. Größe aus Fuerte , habt eine gute Zeit 🙂
    PS. Vor Morro Jable kann man gut ankern und in der netten Restaurants gut essen besonders im Calle el Peatonal Balandro ,
    https://goo.gl/maps/ZNqh1RciBE72

  6. Alles alles Liebe zum Geburtstag, Finki!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Sag mal Piep! Wir vermissen dich bei der Planung unserer ZWEI neuen Theaterprojekte! Ganzganz liebe Grüße auch an Riki – und vergesst die Audioaufnahmen nicht, die dann irgendwann auch zu mir gelangen sollten, ja? Kusskuss K

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