Zug zum Flug? Oder Ivalu zur aracanga?

Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es wieder einmal an der Zeit für einen Blogartikel. Was wir so gemacht haben in den letzten Wochen? Naja, das gleiche wie die meisten. Wir sind hauptsächlich daheim geblieben, waren viel draußen, haben sehr viel geschrieben (man darf gespannt sein ;-)) und seit kurzem wagen wir erste, zaghafte Schritte in Richtung Sozialleben.

Unser Kumpel Gee
Unser Kumpel Gee, der während unserer Abwesenheit nach unserem Boot schaut

Aus drei Wochen wird ein Jahr

Uns geht es gut, wir haben viel Spaß mit der Kleinen und sind alle wohlauf und gesund. Was will man mehr? Eigentlich nicht viel, aber was uns umtreibt ist die Frage, wann wir unser kleines, rotes Boot wieder sehen. Zwar bekommen wir regelmäßig Bilder und wissen sie bei unserem Kumpel Gee in guten Händen, jedoch sehnen wir uns so langsam schon sehr zurück an Bord. Was mit einem dreiwöchigen Heimaturlaub begonnen hat, ist mittlerweile ein Jahr geworden und war weiß Gott kein schlechtes Jahr. Zuerst der Dämpfer: Rikis Ohrenentzündung mitsamt Krankenhausaufenthalt und Operation. Dann die freudige Nachricht vom Nachwuchs, die Geburt unserer Kira und zuletzt die aus den Fugen geratene Welt. Und jetzt ist es an der Zeit, nach vorne zu schauen.

Zug zum Flug?

Die letzten Monate haben wir keinerlei Pläne gemacht, wie auch, ohne Planungsgrundlage: Unsere Flüge im April wurden gecancelt und fürs Erste gibt es keinen Flieger zurück zur aracanga. Stattdessen geschlossene Grenzen und Ausgangsbeschränkungen quasi auf der ganzen Welt. Also heißt es abwarten. Jetzt sollen die Grenzen wieder langsam öffnen und ein vorsichtiger, erster Schritt zurück zur Normalität gewagt werden. Was heißt das für uns? Gar nichts, selbst wenn die Reisefreiheit in der EU langsam wieder hergestellt wird, glauben wir nicht daran, bald nach Afrika fliegen zu können. Geschweige denn fliegen zu wollen, das machen wir sowieso schon ungern und aktuell noch weniger gern. Also nix mit Zug zum Flug nach Gambia. Alternativen? Ja: Wie endete der Gastbeitrag von meinem Papa? “Ich selbst bin jedenfalls infiziert und werde, sobald es Wind und Wetter zulassen, mit der IVALU lossegeln und eines meiner großen Ziele wird Gambia mit seinen freundlichen und herzlichen Menschen und seiner gewaltigen Natur sein.”

Die Ivalu 2012 in Palau
Die Ivalu während der Weltumsegelung 2012 in Palau

Naja, vielleicht wollte er schreiben “…sobald es Wind, Wetter und Corona zulassen…“, denn auch er wollte schon seit Mai unterwegs sein. Jetzt ist es jedenfalls soweit. So wie es aussieht, kann man wieder grenzübertretend segeln (natürlich unter Beachtung einiger Besonderheiten) und der Plan ist, zusammen mit der Ivalu von Hamburg abzulegen mit dem Ziel, nach der Regenzeit (also gegen November) in Gambia zu sein. Also heißt der neue Plan mit der…

Ivalu zur aracanga

Das bietet für uns alle natürlich einige Vorteile: Für meinen Papa, dass ich die Ivalu von meiner Weltumsegelung her in- und auswendig kenne. Für uns alle, dass wir uns die Wachen teilen können, was gerade auf der Nordsee, im Ärmelkanal und auf der Biscaya sehr angenehm ist. Und für uns, dass wir etwas Gepäck für unsere neue Crewkonstellation mit Baby und ein paar Ersatzteile für die aracanga einpacken können. Und natürlich steht uns eine spannende Reise bevor. Einzig die Hoffnung, unser Boot nicht noch eine Regenzeit in Westafrika an der Boje hängen zu lassen, müssen wir aufgeben. Aber wie gesagt, Gee kümmert sich gut um die Hübsche.

Wir haben lange gehadert mit der Entscheidung, da wir wie gesagt unsere aracanga gerne vor der Regenzeit wiedergesehen und in Richtung Kapverden gesegelt hätten. Aber jetzt, da die Entscheidung steht, sind wir Feuer und Flamme und freuen uns wahnsinnig, bald wieder in See zu stechen. Und Mehrgenerationenhaushalte sind ja voll im kommen, warum also nicht eine Mehrgenerationencrew. Die nächsten Monate werden wir auf diesen Seiten von unserer “Zubringerreise” berichten. Anfang Juli wollen wir in Hamburg ablegen.

Martin, Riki und Kira mit den neunen aracanga-Caps
Naja, die Kira muss noch etwas reinwachsen. Aber sonst cool, oder?

Coole Cap gefällig?

Ach ja, bevor wir es vergessen: Wir haben uns supercoole (finden wir jedenfalls) aracanga-Caps machen lassen und einige davon hier rumliegen. Wer möchte eine? Von den 25 Euro, die wir dafür verlangen, geht auf jeden Fall ein Teil an unsere Freunde nach Gambia. Dort gab es nämlich keinen Zig-Milliarden-Rettungsschirm sondern leere Töpfe. Also, am besten ihr nehmt gleich zwei, denn es gibt sie mit rotem und weißem Stick. HIER könnt ihr sie bestellen. Ein fetter Dank für die Caps geht an unsere Freunde die Salmeris.

Liebe Grüße von uns dreien,

Riki, Kira und Martin

–> unsere Kaffeekasse <–

5 Kommentare

  1. Dann reisen wir auf alle Fälle wider mit Euch mit. Und Euch eine gute Reise erstmal mit der Ivalu. Muss ja sich wie Heimat anfühlen. Viele liebe Grüße die Buschis

  2. Dann drücke ich euch 4 mal die Daumen, dass das alles gut verläuft bis zur Abreise…
    Liebe Grüße
    Kai

    • Hi Kai, schön von Dir zu hören! Bevor es losgeht werden wir nochmal bei Euch rum kommen. Liebe Grüße, Riki, Martin und Kira

  3. Hey Ihr Drei, wir wünschen Euch eine gute Reise. Sieht fast so aus als wären wir gleichzeitig in Gambia. Raoul und ich sind seit zwei Wochen wieder auf Tour. Eure Erzählungen haben uns sehr neugierig auf Westafrika gemacht. Freut mich, daß es Euch gut geht und Ihr einen Plan habt. Lieben Gruß und Viel Spaß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.