Kira

“Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner Tage herausgriffe und sagte… ‘Dir will ich alles schenken! Du sollst solch ein rosenroter Tag werden, der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle anderen vergessen sind.'”
Astrid Lindgren, (Ferien auf Salkrotan)

Kira am Tag der Entlassung aus der Klinik
Kira, 24. Januar 2020, 3130 Gramm, 48 Zentimeter

Vor vier Wochen ist unsere Leichtmatrosin Kira geboren, ein paar Tage vor dem errechneten Termin und mal wieder, wie sollte es auch anders sein, völlig anders als geplant. Mit Starken Schmerzen und großen Zweifeln, ob das wohl Wehen sind, sind wir nach einigen Stunden des “sollen wir oder nicht” in die Klinik gefahren, wo Riki sofort verkabelt und per Ultraschall untersucht worden ist. “Ja, sie haben Wehen, aber sie haben noch andere, viel stärkere Schmerzen. Da stimmt was nicht.” Also weitere Untersuchung. “Eine normale Geburt ist mit Risiken für sie verbunden, wir würden dringend zu einem Kaiserschnitt raten.” Das war eigentlich die allerallerletzte Option, die die wir absolut nicht wollten. Aber die dringende Empfehlung der Ärzte und Hebammen war eindeutig. Also was machen? Man möchte ja nicht klüger sein als die Ärzte und von den Hebammen wussten wir, dass ein Kaiserschnitt auch für sie die letzte Option ist.

Kira am ersten Tag
Das erste Foto

Also Kaiserschnitt. Dann ging alles sehr schnell. Unter Tränen wurde Riki für die Operation vorbereitet und unter noch mehr Tränen und Schmerzen ging dann die OP vonstatten. Bis zum ersten Schrei des kleinen Neugeborenen. Auf einen Schlag sind sämtliche Tränen versiegt und unbeschreiblichen Glücksgefühlen gewichen. Und dann hatten wir auf einmal unsere kleine Tochter im Arm. Während die Operation beendet und Rikis Bauch wieder zugenäht wurde, sind wir im kleinen Konvoi zurück in den Kreißsaal gezogen, wo dann ausführliches Kuscheln und Kennenlernen angesagt waren. Drei Tage sind wir im Krankenhaus geblieben, dann ging es nach Hause. Bis April oder Mai wollen wir noch hier bleiben bevor es zurück an Bord gehen soll. Wir freuen uns schon, der kleinen Kira unsere “aracanga” zu zeigen und gemeinsam weiter zu segeln. Einen Reisepass haben wir heute schon beantragt.

Kira, Riki und Martin
Kira, Riki und Martin: Erschöpft aber überglücklich

Es war nicht wie geplant und speziell für Riki war die Geburt enorm schmerzlich. Trotzdem oder gerade deswegen sind wir dem Landsberger Krankenhaus zutiefst dankbar für seine fachliche Kompetenz und das menschliche Einfühlungsvermögen jedes Einzelnen. Wir haben uns von sämtlichen Pflegern, Hebammen und Ärzten rundum gut versorgt und verstanden gefühlt. Trotz allem war es ein rosaroter Tag, der ewig im Gedächtnis bleiben wird. Wir sind überglücklich.

Willkommen an Bord, liebe Kira. Wir freuen uns riesig auf eine wundervolle Reise und darauf, gemeinsam mit Dir die Segel zu setzen.


–> unsere Kaffeekasse <–

3 Kommentare

  1. Auch die Buschis wünschen Euch und dem neuen Erdenbürger alles gute und Gesundheit. VLG

  2. Werner und Irmgard Heckmann

    Herzlichen Glückwunsch zur Verstärkung der Crew von den Vor-Vor-Vorbesitzer des Streuner (Lorbas).

  3. Michael Daikeler

    Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Euch Drei !!!
    Viele liebe Grüße vom Bodensee
    Birgit und Michael

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